Die Taskforce on Inequality and Social Financial Disclosures (TISFD) hat im Oktober ihr erstes Papier zu den konzeptionellen Grundlagen für die Veröffentlichung sozialer Daten von Unternehmen veröffentlicht. Sie arbeitet analog zur Taskforce on Climate related financial Disclosures (TCFD). Im TISFD Papier werden die Beziehungen zwischen der Gesellschaft einerseits und Unternehmen bzw. Volkswirtschaften andererseits dargestellt sowie Konzepte, mit denen die Ziele für das Wohlergehen von Menschen in wirtschaftlichen Zusammenhängen abgebildet werden. Dies sind die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen, das Konzept des Wohlergehens der OECD, das weitergehende Bedürfnisse beinhaltet wie Sicherheit und Sinnhaftigkeit, und das Konzept des menschlichen und sozialen Kapitals, das den Nutzen sozialer Fähigkeiten und der Leistungsfähigkeit von Menschen für eine Gesellschaft und für Unternehmen thematisiert.
Festgehalten wird in dem Text, dass die Menschenrechte nicht verletzt werden dürfen, und dass das Minimum darstellt, was von Unternehmen erreicht werden muss. Gesundheit und Bildung werden als Grundpfeiler wirtschaftlichen Wohlstands betrachtet, deren Fehlen sich in der reduzierten Leistungsfähigkeit von Unternehmen bemerkbar macht. Auf dieser Grundlage soll im kommenden Jahr damit begonnen werden, ein Berichtsformat zu sozialen Themen in Unternehmen auszuarbeiten.