Arbeitskreis
Kirchlicher
Investoren (AKI)
Ethisch-nachhaltige
Geldanlage.
Menschen vertrauen ihr Geld der Kirche an, um diakonische und kirchliche Arbeit zu ermöglichen. In Kirche und Diakonie geschieht der Umgang mit Geld in der Verantwortung vor Gott und den Menschen – das gilt auch für Geldanlagen.
Kirchliches Geld wird angelegt, um künftigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Investiertes Geld bleibt Eigentum der Anlegenden, sie haben Verantwortung für die Wirkungen der Geldanlage.

Um dem gerecht zu werden, werden neben den ökonomischen auch ethisch-nachhaltige Ziele verfolgt: Das Geld von Kirche und Diakonie soll im Einklang mit Gottes Geboten und dem jeweiligen Auftrag angelegt werden.
Daran arbeiten wir mit zwei Schwerpunkten: dem regelmäßig aktualisierten Leitfaden und Engagementdialogen mit Unternehmen – und freuen uns über den Austausch dazu.
Aktuelles
23.02.2026
Der AKI hat gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, Finanzinstituten, Wissenschaftlern und Experten einen offenen Brief unterzeichnet, in dem das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten aufgefordert werden, sicherzustellen, dass alle Fonds, die unter die drei freiwilligen Kategorien nachhaltiger Produkte der SFDR fallen, Unternehmen, die neue Projekte im Bereich fossiler Brennstoffe entwickeln, konsequent ausschließen. Der im November von der Europäischen Kommission vorgelegte Vorschlag bleibt hinter dieser Forderung zurück, da er die Ausschlüsse auf zwei Kategorien beschränkt.
Die vollständige Ausklammerung neuer Projekte im Bereich fossiler Brennstoffe aus der überarbeiteten Verordnung der SFDR ist entscheidend für die Erreichung der Klimaziele der EU, die Wahrung der Integrität des Regelwerks und die Stärkung des Vertrauens der Anleger.
Gemeinsam mit Brot für die Welt, Ozeanien-Dialog und Misereor hat der AKI ein Factsheet zu Tiefseebergbau veröffentlicht. Investor*innen haben mit Engagement die Möglichkeiten, Tiefseebergbau global betrachtet wirtschaftlich so unattraktiv zu machen, dass er sich schließlich nicht mehr lohnt. Damit die Tiefsee auch weiter ungestört bleibt, gehen sie mit diesen Erwartungen gemeinsam mit den kirchlichen Entwicklungswerken Brot für die Welt und Misereor auf Unternehmen der Finanz- und der Realwirtschaft zu. Im Jahr 2026 besteht angesichts der wachsenden internationalen Aufmerksamkeit für die Rohstoffe der Tiefsee die Chance, in einem breiten Bündnis aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Kirchen wesentlich dazu beizutragen, die Tiefsee dauerhaft zu schützen und für kommende Generationen zu bewahren.
01.10.2025
In Anbetracht der anhaltenden Debatten darüber, ob (kontroverse) Waffen und Rüstungsgüter als nachhaltige Investitionen gelten sollen, hat der AKI seine Stellungnahme vom Juli 2024 mit der vorliegenden Positionierung präzisiert und ergänzt. Die grundlegende Aussage ist unverändert: Für kirchliche Anleger bleiben die Gründe für einen Ausschluss von Waffen und Rüstungsgütern aus ihren Geldanlagen bestehen. In Rüstung zu investieren ist weder ethisch noch nachhaltig. Im Papier werden die AKI-Antworten auf Fragen und Argumente aufgeführt, die dieser Stellungnahme widersprechen.
Kontakt & Austausch
Als Mitgliederorganisation tätigt der AKI keine eigenen Geldanlagen. Leider können wir keine Investmentvorschläge an unsere Mitglieder weitergeben.
